Praxis für Ergotherapie
Thomas Schlucke GmbH

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Senioren

Ergotherapie bei Demenz

Herr Karl B.*, 68 Jahre alt, lebt mit seiner Ehefrau zu Hause und wurde mit einer Alzheimer-Demenz im frühen Stadium diagnostiziert.
Im Rahmen der Ergotherapie wurde die Förderung der Alltagskompetenz von Herrn B. mit seiner Frau fokussiert. Der Tagesablauf wurde klar strukturiert, um Orientierung und Sicherheit zu bieten. Bestehende Fähigkeiten wurden in Tätigkeiten wie Kaffee kochen, Gartenarbeit und Tisch decken gefördert. Kognitive Übungen wie Biografiearbeit, Wortfindungsübungen und Gedächtnistraining halfen, geistige Ressourcen zu erhalten. Ergänzend kamen Erinnerungsstützen wie Bildpläne, beschriftete Schubladen und eine Wochentagsuhr zum Einsatz.
Durch die feste Struktur konnte Herr B. wieder zuverlässiger in den Alltag integriert werden. Er übernahm kleine Aufgaben und fühlte sich durch die Verbesserung seiner Orientierung sicherer. Auch seine Frau erlebte eine Entlastung im Alltag. Beide berichteten von einer gesteigerten Lebensqualität. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen, mit der Empfehlung, bei fortschreitendem Krankheitsverlauf eine erneute ergotherapeutische Unterstützung in Erwägung zu ziehen.

Ergotherapie bei Multimorbidität

Frau Gerlinde W.*, 83 Jahre alt, lebt allein und leidet an Herzinsuffizienz, Diabetes Typ II und Schwerhörigkeit. In den letzten Monaten hatte sie sich zunehmend zurückgezogen und berichtete von Antriebslosigkeit und Einsamkeit. Der Alltag fiel ihr schwer und verstärkte ihre depressive Verstimmung.
Die ergotherapeutische Behandlung fokussierte sich auf die Aktivierung ihrer verbliebenen Ressourcen. Tätigkeiten wie Stricken, Fotoalbumgestaltung und einfache Balkonarbeit halfen, den Zugang zu früheren Interessen wiederherzustellen. Hilfsmittel wie eine Greifzange oder ein Rutschbrett unterstützten ihre Selbstständigkeit im Haushalt. Biografiearbeit stärkte ihr Selbstwertgefühl. Eine strukturierte Tagesplanung mit festen Zeiten für Aktivitäten und Ruhephasen gab ihr Orientierung.
Durch die Therapie konnte Frau W. ihre Lebensfreude zurückgewinnen. Sie nahm Kontakt zu einem Besuchsdienst auf und besuchte regelmäßig den Seniorentreff. Sie berichtete, sich wieder gebraucht zu fühlen und soziale Kontakte zu pflegen. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen, und sie sagte am Ende, dass sie sich wieder „als Teil der Welt“ empfinde.

Ergotherapie bei Rheuma

Frau Siegrud F. *, 77 Jahre alt, leidet an rheumatoider Arthritis. Ihre Mobilität ist durch einen Rollator sichergestellt aber die Beweglichkeit ihrer Hände ist stark eingeschränkt. Tätigkeiten wie Ankleiden, Kochen oder Schreiben wurden zunehmend schwierig, was ihr Selbstwertgefühl belastete.
Die ergotherapeutische Behandlung legte besonderen Wert auf ein gelenkschonendes Verhalten im Alltag. Frau W. erlernte, Bewegungsabläufe bewusst auszuführen, zum Beispiel den ganzen Arm statt nur die Finger zu nutzen. Hilfsmittel wie Spezialbesteck, ergonomische Schreibhilfen und Knöpfhilfen wurden eingeführt und eingeübt. Paraffinbäder halfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.
Durch gezielte feinmotorische Übungen und einfache Alltagstrainings gewann Frau W. an Sicherheit im Umgang mit ihren Händen zurück. Sie konnte viele Aufgaben wieder selbstständig erledigen. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen. Frau W. erhielt ein Heimübungsprogramm und eine Auswahl an Hilfsmitteln, die ihren Alltag erleichtern. Eine Auffrischung der Maßnahmen bleibt bei Bedarf möglich.


Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!


*Namen geändert