Psychiatrie
Ergotherapie bei Depression
Frau Anna M.*, 32 Jahre alt, leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung und war zu Beginn der Therapie in einer mittelgradigen depressiven Episode. Ihr Alltag war unstrukturiert und einfache Aufgaben wie Einkaufen oder Kochen überforderten sie. Sie zog sich zunehmend zurück und verlor den Zugang zu ihren Gefühlen.
In der Ergotherapie wurde mit Anna eine realistische Tagesstruktur erarbeitet, um ihr Orientierung zu geben und kleine Erfolge zu ermöglichen. Kreative Tätigkeiten förderten ihre emotionale Ausdrucksfähigkeit und Gruppentherapien stärkten ihr soziales Vertrauen.
Im Verlauf der Therapie konnte Anna eine stabile Tagesstruktur etablieren, alltägliche Aufgaben selbstständig übernehmen und gewann neue Interessen im kreativen Bereich. Ihre depressive Symptomatik besserte sich und sie fühlte sich selbstbewusster in sozialen Situationen. Die Therapieziele wurden erreicht und Anna fühlte sich gestärkt, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Eine weitere ambulante Begleitung wurde für die Zukunft eingeplant.
Ergotherapie bei Borderline
Frau Laura S.*, 22 Jahre alt, wurde mit einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ diagnostiziert. Sie litt unter stark schwankenden Emotionen, impulsivem Verhalten und selbstverletzendem Verhalten, das ihr Leben stark beeinträchtigte.
Die Ergotherapie fokussierte sich auf die Vermittlung von „Skills“ zur Spannungsregulation und Achtsamkeitstechniken, um ihre Emotionen besser zu kontrollieren und im Moment präsent zu bleiben. Kreative Medien wie Malen halfen ihr, ihre Gefühle auszudrücken und zu reflektieren. Eine stabilisierende Tagesstruktur wurde gemeinsam entwickelt, um ihre Krisenbewältigung zu verbessern.
Im Verlauf der Therapie konnte Laura ihre Impulsivität deutlich reduzieren, ihre Selbstwahrnehmung und ihr Selbstwertgefühl steigern. Sie entwickelte eine strukturierte Tagesroutine und setzte sich aktiv mit ihren Gefühlen auseinander. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen. Laura fühlt sich nun stabiler und handlungsfähiger.
Ergotherapie bei Burnout
Herr Felix M.*, 38 Jahre alt, litt an einem Burnout-Syndrom, das sich durch anhaltende Erschöpfung, Konzentrationsstörungen und körperliche Beschwerden äußerte. Er fühlte sich emotional ausgelaugt und überfordert und hatte Schwierigkeiten, seinen Alltag zu bewältigen.
In der Ergotherapie wurde zunächst seine Belastungssituation analysiert und es wurden Entspannungs- sowie Achtsamkeitstechniken erlernt, um Stress zu reduzieren. Kreative Tätigkeiten halfen ihm, wieder Zugang zu positiven Gefühlen zu finden und praktische Strategien zur Stressbewältigung wurden entwickelt.
Im Verlauf der Therapie konnte Felix seine Anspannung verringern, seine Konzentration steigern und seine Motivation zurückgewinnen. Er lernte, Grenzen zu setzen und seine Belastung besser einzuschätzen. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen und Felix fühlt sich gestärkt, die erlernten Techniken im Alltag anzuwenden.
Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
*Namen geändert
