Praxis für Ergotherapie
Thomas Schlucke GmbH

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Kinder

Ergotherapie bei ADHS

Lara*, 8 Jahre alt, leidet an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) vom vorwiegend unaufmerksamen Typ. In der Schule zeigte sie sich häufig unruhig, leicht ablenkbar und hatte eine geringe Frustrationstoleranz. Zu Hause kam es regelmäßig zu Konflikten, besonders bei den Hausaufgaben.
In der Ergotherapie lag der Fokus auf der Förderung von Aufmerksamkeit und Handlungsplanung. Durch Schritt-für-Schritt-Anleitungen und visuelle Strukturhilfen wurde Lara unterstützt, Aufgaben zielgerichteter zu bearbeiten. Impuls- und Frustrationstraining sowie die Förderung der Feinmotorik verbesserten ihre Schreibschrift. Kooperationsspiele halfen ihr, Regeln besser zu akzeptieren und Frustrationen auszuhalten. Die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter und der Schule wurde intensiviert, um den Alltag strukturierter zu gestalten.
Im Verlauf der Therapie konnte Lara ihre Aufgaben zielgerichteter erledigen und ihre Konzentration in der Schule steigern. Auch zu Hause verliefen die Hausaufgaben zunehmend entspannter. Die Therapieziele wurden erreicht, und die Behandlung konnte erfolgreich abgeschlossen werden.

Ergotherapie bei Autismus

Ben*, 7 Jahre alt, Diagnose: frühkindlicher Autismus. Er zeigt zusätzlich eine Sprachentwicklungsverzögerung sowie sensorische Besonderheiten. Im Alltag kommuniziert er hauptsächlich über Gesten und hat Schwierigkeiten, mit anderen Kindern zu interagieren. Veränderungen in Routinen führten zu starken Reaktionen.
Die ergotherapeutische Behandlung setzte auf strukturierte visuelle Hilfsmittel wie Bildkarten und Symbolleisten, um Ben bei alltäglichen Handlungen zu unterstützen. Übergänge wurden durch Timer und vorbereitende Hinweise erleichtert. Zur Förderung der Selbstregulation kamen sensorische Hilfsmittel wie Knetbälle und Gewichtsdecken zum Einsatz. In sozialen Spielsituationen wurde Ben durch einfache Rollenspiele und Warten auf seinen Einsatz unterstützt. Eine enge Elternberatung half, die erlernten Strategien zu Hause und in der Schule umzusetzen.
Nach zehn Monaten konnte Ben grundlegende Alltagshandlungen strukturierter und teils selbstständig durchführen. Übergänge fielen ihm leichter, und seine Kommunikationsfähigkeit hatte sich verbessert. Auch im sozialen Spiel und bei der Verarbeitung sensorischer Reize zeigte er Fortschritte. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen.

Ergotherapie bei Wahrnehmungsstörungen

Jonas*, 4 Jahre alt, leidet an einer Störung der sensorischen Integration, verbunden mit taktiler Abwehr und Unsicherheiten im Bewegungsverhalten. Besonders empfindlich reagiert er auf Berührungen und meidet Körperkontakt. Bewegungsaufgaben wie Klettern oder Treppensteigen verursachten bei ihm Frustration.
Die Ergotherapie konzentrierte sich auf die Förderung der Reizverarbeitung durch gezielte Bewegungsangebote wie Schaukeln, Rutschen und den Umgang mit verschiedenen Materialien. Übungen zur Selbstregulation und gezieltes Training von Alltagsfertigkeiten wie Anziehen und Händewaschen wurden durchgeführt, um Jonas trotz seiner sensorischen Besonderheiten mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Elternberatung unterstützte die Anwendung von Strategien im häuslichen Umfeld.
Am Ende der Therapie zeigte Jonas mehr Sicherheit bei Bewegungsaufgaben, traute sich zunehmend auf Spielgeräte und konnte Berührungen besser tolerieren. Auch im Gruppengeschehen reagierte er gelassener. Zu Hause herrschte eine entspanntere Atmosphäre. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen.


Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!


*Namen geändert