Orthopädie
Ergotherapie nach Beugesehnenverletzung
Herr Thomas L.*, 35 Jahre alt, zog sich bei einem Arbeitsunfall eine komplexe Beugesehnenverletzung an der dominanten Hand zu. Nach der operativen Rekonstruktion wurde die Hand zunächst ruhiggestellt. Zu Beginn der ergotherapeutischen Behandlung zeigte sich eine eingeschränkte Beweglichkeit, Schwellung und Narbenschmerzen. Herr L., Schreiner von Beruf, sorgte sich um seine berufliche Zukunft und die Wiederherstellung seiner Handfunktion.
Die Therapie erfolgte in Absprache mit dem Handchirurgen und orientierte sich an den Heilungsphasen. In der Frühphase lag der Fokus auf passiven Bewegungen, Ödemreduktion und Sensibilitätsschulung. In der Aufbauphase wurde das Bewegungsausmaß erweitert, Narben mobilisiert und die Feinmotorik durch Alltagsübungen trainiert. Der Kraftaufbau erfolgte schrittweise. In der Spätphase wurde die berufsspezifische Funktionswiederherstellung mit Werkzeugen und Griffkraftübungen in den Fokus genommen.
Nach zwölf Wochen intensiver Therapie hatte Herr L. nahezu die volle Beweglichkeit der betroffenen Finger zurückerlangt. Die Narben waren reizlos, die Sensibilität normalisiert, und die Griffkraft ausreichend für seine beruflichen Tätigkeiten. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen, und Herr L. war schmerzfrei und konnte in enger Abstimmung mit dem Arbeitgeber zurück an den Arbeitsplatz.
Ergotherapie nach Schulter-OP
Frau Claudia K.*, 56 Jahre alt, hatte nach einer operativen Rekonstruktion der rechten Rotatorenmanschette eine stark eingeschränkte Schulterbeweglichkeit. Tätigkeiten wie Haare kämmen und das Heben des Arms bereiteten ihr große Schwierigkeiten. Zusätzlich äußerte sie Angst vor einer Überlastung der operierten Schulter. Beruflich arbeitet sie im Büro.
Die ergotherapeutische Behandlung beinhaltete ein gelenkschonendes Training alltagsrelevanter Bewegungen, angepasst an ihre Belastungsgrenzen. Übungen wie Ankleiden und das Heben des Arms wurden eingeübt, ergänzt durch ergonomische Schulungen für die Vermeidung von Schulterbelastungen im Alltag. Beweglichkeit, Kraft und Koordination wurden schrittweise gesteigert. Auch Schmerzbewältigung durch Aufklärung und Wärmeanwendungen spielten eine Rolle.
Im Verlauf der Therapie verbesserte sich ihre Schulterbeweglichkeit deutlich. Frau K. konnte alltägliche Tätigkeiten wieder ohne größere Beschwerden ausführen. Ihre Angst vor Überlastung nahm ab, und sie konnte wie geplant an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Die Therapie wurde erfolgreich abgeschlossen.
Ergotherapie bei Rheuma
Frau Ingrid B.*, 68 Jahre alt, leidet unter Polyarthrose der Finger- und Daumensattelgelenke. Sie hatte starke Schmerzen und morgendliche Steifigkeit, was alltägliche Tätigkeiten wie Schreiben oder Handarbeiten erschwerte. Ihre größte Sorge war der Verlust ihrer Selbstständigkeit.
Die ergotherapeutische Behandlung fokussierte sich auf Gelenkschutz und die Anwendung gelenkschonender Techniken im Alltag. Sie lernte, belastende Bewegungen zu erkennen und geeignete Hilfsmittel wie Flaschenöffner und Schreibhilfen zu nutzen. Ein individuelles Übungsprogramm zur Förderung der Beweglichkeit und Kraft wurde erstellt. Wärmebehandlungen, wie Paraffinbäder, unterstützten die Schmerzlinderung. Frau B. wurde zudem in ein Heimübungsprogramm eingewiesen.
Im Verlauf der Therapie nahm die Steifigkeit ab, und Frau B. konnte wieder alltägliche Tätigkeiten wie Kochen und Näharbeiten eigenständig durchführen. Ihre Handfunktion verbesserte sich deutlich, und sie konnte ihre Aktivitäten selbstständig bewältigen. Die Therapieziele wurden vollständig erreicht, und die Behandlung wurde erfolgreich abgeschlossen.
Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
*Namen geändert
