Neurofeedback
Neurofeedback bei ADS
Tim* (8) kam als verträumter, in sich gekehrter Junge zum Neurofeedback. Grund dafür waren Konflikte in der Schule. Er ließ sich leicht provozieren und konnte sich nur durch verbale oder körperliche Aggressionen wehren, was von seinen Mitschülern ausgenutzt wurde. Seine Eltern führten diesbezüglich mehrere Elterngespräche mit dem Klassenlehrer und der Schulleitung. Der Schwerpunkt des Neurofeedbacks lag daher auf der Impulskontrolle und der emotionalen Beruhigung. Nach ca. 15 Sitzungen nahmen die Probleme in der Schule deutlich ab. Tim hat einen großen Ehrgeiz entwickelt, wenn es um sein Feedback geht, einem Autorennen, bei dem ihm seine Hirnströme u. a. durch Geschwindigkeit, Sicht und Helligkeit gespiegelt wurden. Nach der 30. Sitzung konnte das Neurofeedback erfolgreich beendet werden. Tims Eltern freuen sich, dass er nun viel besser in die Klassengemeinschaft integriert ist und auch die Hausaufgaben durch bessere Konzentration leichter fallen.
Neurofeedback bei Migräne
Frau Schuster* (52) litt seit ihrer Pubertät an Migräne, die fast wöchentlich auftrat. Die Migräneattacken waren von einer Aura begleitet und die einzige Abhilfe war bisher Bettruhe bei Dunkelheit. Neurofeedback stützte sich bei ihr auf eine interhemisphärische und rechts-parietale Behandlung. Ziel war die Stabilisierung und die körperliche Beruhigung der Hinströme. Als Feedback dienten Natur- und Geschichtsdokumentationen, deren Bild je nach Gehirnzustand größer oder kleiner, vernebelt, abgedunkelt oder unscharf und im Ton variiert wurde. Das Unterbewusstsein von Frau Schuster verarbeitete das Feedback so gut, dass bereits nach der achten Sitzung keine Migräneattacken mehr auftraten. Es traten nur noch Aura-Symptome auf, die aber nicht mehr zu Migräne führten. Nach 25 Sitzungen waren auch die letzten Symptome verschwunden. Sie berichtete, dass sie sich viel ausgeglichener fühle und mehr Energie habe. Nach 40 Sitzungen waren die Hirnströme so gut balanciert und vor allem stabilisiert, dass das Neurofeedback beendet werden konnte.
Neurofeedback bei PTBS
Frau Lindner* (32) kam wegen eines frühkindlichen Traumas zum Neurofeedback. Dies äußerte sich bei ihr durch regelmäßige Alkoholabstürze 2-3 mal pro Woche mit Gedächtnislücken. Zum Einschlafen brauchte sie Marihuana und schlief nur 3-4 Stunden. Außerdem litt sie unter Tinnitus. Frau Linder wurde zunächst mit interhemisphärischem Neurofeedback trainiert, um die rechte und linke Gehirnhälfte wieder besser zu vernetzen. Ergänzend wurde Alpha-Theta-Training eingesetzt, um die unbewusste Verarbeitung frühkindlicher Erfahrungen zu erleichtern. Nach 35 Sitzungen hat sie keine Alkoholprobleme mehr, sie trinkt nur noch Weinschorle. Auch der Tinnitus ist verschwunden und zum Einschlafen braucht sie kein Marihuana mehr, schläft aber kaum mehr als vier Stunden. Bedingt durch äußere Umstände musste dann pausiert werden. Nach einem Jahr wurde die Therapie wiederaufgenommen und bereits nach 4 weiteren Sitzungen konnte sie 7 Stunden am Stück schlafen. Mittlerweile lebt Frau Lindner in einer glücklichen Beziehung und hat Freude am Leben.
Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!
*Namen geändert
