Praxis für Ergotherapie
Thomas Schlucke GmbH

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Neurologie

Ergotherapie nach Schlaganfall

Frau Petra M., 72 Jahre alt, erlitt einen ischämischen Schlaganfall, der zu einer rechtsseitigen Hemiparese und einer expressiven Aphasie führte. Sie war stark auf Hilfe angewiesen und konnte grundlegende Tätigkeiten wie Ankleiden und Essen nicht mehr selbstständig durchführen. Aufgrund der Sprachstörung war die Kommunikation zusätzlich erschwert. Ihr Ziel war es, wieder möglichst viele Alltagstätigkeiten eigenständig ausführen zu können.
Die ergotherapeutische Behandlung konzentrierte sich auf die Förderung der motorischen Funktionen der rechten Körperhälfte durch gezieltes Greif- und Koordinationstraining. Frau M. wurde in einhändigen Alltagstechniken geschult, um Tätigkeiten wie Ankleiden oder Zähneputzen eigenständig durchzuführen. Hilfsmittel wie Einhänderbrett und rutschfeste Unterlagen wurden eingesetzt. Die nonverbale Kommunikation mittels Piktogrammen unterstützte zudem ihre kognitive Aktivierung. Ihr Ehemann wurde in die Therapie einbezogen, um die häusliche Versorgung zu erleichtern.
Im Verlauf der Therapie konnte Frau M. ihre Selbstständigkeit deutlich verbessern. Sie übernahm wieder einfache Alltagstätigkeiten, zeigte Fortschritte in der motorischen Kontrolle der rechten Hand und berichtete von einer gesteigerten Lebensqualität.

Ergotherapie bei Parkinson

Herr Paul S., 68 Jahre alt, leidet an einem idiopathischen Parkinson-Syndrom im Stadium II. Neben Rigor, Tremor und Bradykinese zeigte er auch Schlafstörungen und depressive Symptome. Besonders in den Morgenstunden hatte er Schwierigkeiten bei der Morgenroutine, was zu zunehmender Verunsicherung führte.
Die Ergotherapie konzentrierte sich auf das Training alltagsrelevanter Bewegungsabläufe wie Anziehen, Knöpfen und Schreiben. Zusätzlich wurden gezielte Übungen zur Verbesserung der Feinmotorik und Handkraft durchgeführt. Kompensationsstrategien wie Rhythmustraining und visuelle Reize halfen, bewegungsarme Phasen zu überwinden. Auch eine Beratung zu geeigneten Hilfsmitteln, wie ein Schuhlöffel mit langem Stiel oder Greifhilfen, wurde integriert. Eine strukturierte Tagesplanung trug zur emotionalen Stabilisierung bei.
Am Ende der Therapie konnte Herr S. seine Morgenroutine weitgehend selbstständig bewältigen und berichtete von einer spürbaren Verbesserung seiner Feinmotorik. Seine Motivation stieg, und er führte regelmäßig Spaziergänge mit seiner Frau durch.

Ergotherapie nach Schädel-Hirn-Trauma

Herr Jonas D., 27 Jahre alt, erlitt nach einem Autounfall ein Schädel-Hirn-Trauma mit einer Schädigung im frontalen Hirnbereich. Die Verletzung führte zu einer eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit, reduzierter Belastbarkeit und emotionaler Impulsivität. Alltägliche Aufgaben konnte er oft nicht abschließen, was zu Frustration und Entfremdung führte.
Die ergotherapeutische Behandlung fokussierte sich auf die Verbesserung exekutiver Funktionen wie Planen und Problemlösen. Alltagsnahe Aufgaben sowie Konzentrations- und Reaktionsübungen wurden gezielt eingesetzt. Zur Kontrolle der Impulsivität kamen Rollenspiele und reflektierende Gespräche zum Einsatz. Strukturierende Hilfsmittel wie Checklisten und visuelle Zeitpläne erleichterten die Alltagsbewältigung. Auch die Familie wurde einbezogen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Im Verlauf der Therapie verbesserte sich Herrn D.s Konzentrationsfähigkeit deutlich. Er konnte Aufgaben strukturierter angehen, reagierte emotional ausgeglichener und gewann an Selbstvertrauen. Er übernahm zunehmend Verantwortung im Alltag und plante, seine Ausbildung im kommenden Jahr fortzusetzen.


Dies waren nur drei Beispiele, die Ihnen einen Einblick in unsere Behandlungsmethoden geben sollen. Ergotherapie hilft bei vielen weiteren Diagnosen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!


*Namen geändert